Kaum zu glauben, aber wussten Sie, dass Deutschland 2018 sein erstes „Bewegungszeugnis“ einführte, um die Forschungsergebnisse zur körperlichen Aktivität von Kindern und Jugendlichen zusammenzufassen? In diesem ersten Bericht wurde der Indikator „Familie“ mit einer Bewertung von 2- bewertet, was den hohen Stellenwert der elterlichen Rolle in der Bewegungsförderung unterstreicht.
Als engagierter Mitarbeiter des Redaktionsteams von familienaufstand.de freue ich mich, Ihnen einen detaillierten Einblick in dieses wichtige Thema zu geben. Denn Eltern haben einen entscheidenden Einfluss darauf, ob Kinder aktiv und bewegungsfreudig aufwachsen. Ihre Vorbildwirkung, Einbindung und Unterstützung sind entscheidend für die motorische, kognitive und gesundheitliche Entwicklung ihrer Sprösslinge.
In den kommenden Abschnitten werden wir uns daher eingehend mit der Rolle der Eltern in der Bewegungsförderung ihrer Kinder auseinandersetzen. Dabei werfen wir einen Blick auf die aktuellen Forschungsergebnisse, praxiserprobte Empfehlungen und Herausforderungen, die Familien in diesem Bereich meistern müssen. Lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie, wie Sie Ihren Kindern durch Bewegung eine gesündere und glücklichere Kindheit ermöglichen können.
Bedeutung von Bewegung für Kinder
Bewegung ist von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung und das Wohlbefinden von Kindern. Regelmäßige Kindbewegung fördert nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die motorische und kognitive Entwicklung. Kinder, die sich ausreichend bewegen, zeigen nachweislich bessere Fortschritte in ihrer motorischen Entwicklung und profitieren im Lernprozess.
Gesundheitliche Vorteile
Körperliche Aktivität trägt zum Wohlbefinden des Kindes bei und hat zahlreiche positive Wirkungen. Bewegung hilft Stress abzubauen, ein positives Selbstkonzept zu fördern, emotionale Stabilität zu erreichen und Übergewicht vorzubeugen. Die Vorzüge von Kindbewegung sind vielfältig und tragen entscheidend zur Gesundheit der Kinder bei.
Motorische und kognitive Entwicklung
Kinder lernen über Bewegung ihre Umwelt zu erfassen und mit ihr in Kontakt zu treten. Durch Bewegungsförderung und Kindentwicklung entwickeln Kinder wichtige motorische Fähigkeiten, die ihnen ein Leben lang als Schutzfaktor vor Zivilisationskrankheiten dienen. Gleichzeitig fördert Bewegung die Bedeutung von Bewegung für kindliche Entwicklung auch die kognitive Leistungsfähigkeit und unterstützt das mentale Lernen.
„Bewegung ist von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Kindes, da sie zur geistigen, körperlichen und seelischen Entwicklung beiträgt.“
Kinder, die sich regelmäßig bewegen, profitieren somit in vielerlei Hinsicht von der Bewegung und Gesundheit von Kindern. Sie entwickeln sich körperlich, mental und emotional gesünder, was die langfristigen Gesundheitliche Vorteile von Kindbewegung unterstreicht.
Bewegungsförderung: Empfehlungen und Realität
Nationale und internationale Bewegungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche bilden einen wichtigen Rahmen für deren körperliche Aktivität. Doch wie sieht die Realität aus? Lassen sich die Vorgaben in der Praxis umsetzen?
Nationale und internationale Bewegungsempfehlungen
Auf nationaler und internationaler Ebene gibt es klare Richtlinien, wie viel Bewegung Kinder und Jugendliche täglich erreichen sollten. Die Kernempfehlungen lauten:
- Säuglinge und Kleinkinder sollen sich so viel wie möglich bewegen.
- Kindergartenkinder sollten mindestens 180 Minuten pro Tag aktiv sein.
- Schulkinder und Jugendliche benötigen 60 bis 90 Minuten Bewegung täglich.
Erfüllungsgrad der Empfehlungen nach Alter und Geschlecht
Leider zeigen Studien, dass die wenigsten Kinder und Jugendlichen diese Vorgaben erfüllen. Nur 46% der 4- bis 5-Jährigen und gerade einmal 15% der 11- bis 17-Jährigen erreichen die empfohlenen Aktivitätsniveaus. Dabei gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen – Mädchen sind in allen Altersgruppen weniger aktiv als ihre männlichen Altersgenossen.
| Altersgruppe | Erfüllungsgrad (Jungen) | Erfüllungsgrad (Mädchen) |
|---|---|---|
| 4-5 Jahre | 50% | 42% |
| 11-17 Jahre | 20% | 10% |
Es besteht also dringender Handlungsbedarf, um die Bewegungsförderung Kinder Realität näher an die Bewegungsempfehlungen für Kinder heranzuführen und gleichzeitig die Geschlechtsunterschiede bei Kindbewegung abzubauen.
Daten zum Bewegungsverhalten von Kindern
Die Datenlage zum Bewegungsverhalten von Kindern in Deutschland zeigt ein alarmierendes Bild. Studien belegen, dass mit zunehmendem Alter ein immer geringerer Anteil der Kinder die empfohlenen Bewegungsrichtlinien erfüllt. So erfüllen nur etwa 24% der Jungen und 13% der Mädchen im Alter von 11 bis 17 Jahren die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für tägliche körperliche Aktivität mit mittlerer bis hoher Intensität für mindestens 60 Minuten.
Die Datenlage zeigt auch, dass der Anteil der Schüler, die sich mindestens viermal pro Woche mit höherer Intensität bewegen, mit zunehmendem Alter abnimmt. Dennoch schaffen es bei den 17-Jährigen noch immer rund vier von zehn Jungen und weniger als zwei von zehn Mädchen, diese Kriterien zu erfüllen.
Erfreulich ist, dass der Anteil der Schüler, die sich mindestens zweimal pro Woche in einem Sportverein oder ähnlichen Institutionen betätigen, in den letzten Jahren leicht gestiegen ist – von 44,2% bis 68,9% bei den Jungen und von 22,0% bis 54,7% bei den Mädchen im Alter von 11 bis 17 Jahren.
Insgesamt zeigt sich, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland zu wenig körperlich aktiv sind. Dies hat negative Folgen für ihre Gesundheit und Entwicklung. Bewegungsförderung ist daher eine wichtige Aufgabe, der sich Eltern, Schulen und die Gesellschaft stellen müssen.
„Prävalenz des Bewegungsmangels bei Kindern beträgt 18%. Die Kosten des Bewegungsmangels sind ersichtlich im Zusammenhang mit Gesundheitskomplikationen.“
Die Rolle der Eltern in der Bewegungsförderung ihrer Kinder
Eltern als Vorbilder
Studien zeigen, dass Eltern eine Schlüsselrolle in der Bewegungsförderung ihrer Kinder spielen. Sie dienen als wichtige Vorbilder und beeinflussen maßgeblich das Bewegungsverhalten ihrer Kinder. Kinder, deren Eltern selbst körperlich aktiv sind, weisen mit größerer Wahrscheinlichkeit ebenfalls einen aktiven Lebensstil auf. Um Kinder effektiv zur Bewegung zu motivieren, ist es daher entscheidend, dass Eltern selbst regelmäßig körperlich aktiv sind und ihre Kinder aktiv in Bewegungsaktivitäten einbinden.
Aktive Einbindung der Eltern
Neben der Vorbildfunktion der Eltern ist es wichtig, Kinder durch die aktive Einbindung der Eltern in Bewegungsaktivitäten zu fördern. Gemeinsame Aktivitäten wie Spazierengehen, Radfahren oder Spielen an der frischen Luft können nicht nur den Spaß an Bewegung steigern, sondern auch die Beziehung zwischen Eltern und Kindern stärken. Darüber hinaus können Eltern ihre Kinder unterstützen, indem sie sie zu Sportaktivitäten begleiten oder selbst an solchen teilnehmen.
| Aktivität | Werktag | Wochenende |
|---|---|---|
| Schrittzahl Väter | 8.500 | 9.200 |
| Schrittzahl Mütter | 7.800 | 8.900 |
| Schrittzahl Söhne | 6.900 | 8.100 |
| Schrittzahl Töchter | 6.500 | 7.800 |
Die Daten zeigen, dass Eltern und Kinder am Wochenende körperlich aktiver sind als an Werktagen. Dieses Potenzial zur Steigerung der Aktivität an Wochenenden sollte genutzt werden, um den Bewegungsmangel im Familienalltag auszugleichen.

„Kinder, deren Eltern selbst wenig aktiv sind, zeigen mit größerer Wahrscheinlichkeit ebenfalls einen inaktiven Lebensstil. Um Kinder effektiv zur Bewegung zu motivieren, ist es daher entscheidend, dass Eltern selbst körperlich aktiv sind und ihre Kinder aktiv in Bewegungsaktivitäten einbinden.“
Empfehlungen für die Bewegungsförderung im Familienumfeld
Nationale und internationale Empfehlungen zur Bewegungsförderung in Familien betonen die zentrale Rolle, die Eltern bei der Förderung eines aktiven Lebensstils ihrer Kinder spielen. Um Kinder und Jugendliche dazu zu motivieren, sich regelmäßig zu bewegen, sollten Eltern als Vorbilder agieren und ihre Kinder aktiv in Bewegungsaktivitäten einbinden.
Zu den Bewegungsempfehlungen für Familien gehören unter anderem:
- Informieren und Sensibilisieren zukünftiger Eltern und junger Familien über die Bedeutung von Bewegung für die Entwicklung und Gesundheit ihrer Kinder
- Erleichterter Zugang zu Familienfreundlichen Bewegungsangeboten wie Eltern-Kind-Kursen oder Familienaktivtagen
- Implementierung von Familienbasierten Bewegungsinterventionen, die das aktive Spiel und die gemeinsame Bewegungszeit in der Familie fördern
- Aktive Einbindung der Eltern in die Bewegungsförderung ihrer Kinder durch Informationen, Anleitung und Unterstützung
Durch diese ganzheitlichen Ansätze können Eltern ermutigt und befähigt werden, Bewegung zum festen Bestandteil des Familienalltags zu machen. So tragen sie maßgeblich zur Bewegungsförderung in Familien bei.
„Eltern sind die Schlüsselfiguren, wenn es darum geht, Kinder zu einem aktiven Lebensstil zu motivieren. Ihre Vorbildfunktion und aktive Einbindung sind entscheidend für den Erfolg von Bewegungsförderungsprogrammen.“
Bewegungsräume und -möglichkeiten für Familien
In den letzten Jahren haben viele Familien festgestellt, dass die alltäglichen Bewegungsräume für Kinder zunehmend verloren gehen. Doch Kommunen können hier Abhilfe schaffen und ein bewegungsfreundliches Wohnumfeld für Familien gestalten.
Kommunale Angebote
Kommunen spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Bewegung in Familien. Durch den Ausbau sicherer Geh- und Fahrradwege, kindgerechter Spielplätze und attraktiver Parks können sie ein bewegungsfreundliches Wohnumfeld für Familien schaffen. Darüber hinaus sollten Kommunen ausreichend Bewegungsflächen für Kinder und Jugendliche bereitstellen, insbesondere in Großstädten.
Freiräume für aktives Spiel
Neben den kommunalen Angeboten sind auch Freiräume für aktives Spiel wichtig für die Bewegungsförderung in Familien. Die Öffnung von Sportstätten und Schulhöfen außerhalb der Nutzungszeiten kann Familien zusätzliche Bewegungsräume bieten. Dort können Kinder unbeschwert toben, klettern und rennen – und so ihre motorischen Fähigkeiten und Kreativität entfalten.
| Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche | Zugänglichkeit in Deutschland |
|---|---|
| Spielplätze | 91% haben gut zugängliche Spielplätze in Wohnortnähe |
| Sportfelder und Sporthallen | 81% haben leichten Zugang zu Sportfeldern oder -hallen |
| Schwimmbäder | Circa 55% haben guten Zugang zu Schwimmbädern |
| Parks und öffentliche Grünflächen | 80% haben leichten Zugang zu Parks oder Grünflächen |
| Gärten | 85% haben Zugang zu Gärten am Wohnort |
Diese Daten zeigen, dass Kommunen noch Potenzial haben, um die Bewegungsförderung in Kommunen weiter auszubauen und Bewegungsräume für Familien zu schaffen. Vor allem der Zugang zu Sportanlagen und Schwimmbädern könnte in manchen Regionen verbessert werden.

„Kinder brauchen Freiräume, in denen sie sich unbeschwert bewegen und ihre motorischen Fähigkeiten entfalten können. Kommunen sind gefordert, solche Bewegungsräume für Familien zu schaffen.“
Praxisbeispiele für Bewegungsförderung
In Deutschland gibt es bereits zahlreiche Praxisprojekte und Initiativen zur Förderung der Bewegung von Kindern und Familien. Diese Praxisbeispiele dienen als wertvolle Modelle, um die Bewegungsfreude und -kompetenz der jüngsten Generationen zu stärken.
Projekte und Initiativen
Ein vorbildliches Beispiel ist die Kinderturnstiftung Baden-Württemberg. Mit ihren Projekten unterstützt sie Familien, Kitas, Grundschulen und Kommunen dabei, die Bewegungsfreude und -fähigkeiten von Kindern zu fördern. Auch der Deutsche Olympische Sportbund bietet Informationen und Anregungen rund um das Thema „Familien in Bewegung“.
Solche Netzwerke und Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren sind entscheidend, um neue, zukunftsfähige Konzepte zur Bewegungsförderung zu entwickeln. Dabei geht es darum, Kinder und Familien dabei zu unterstützen, mehr Spaß und Freude an Bewegung zu finden.
| Initiative | Beschreibung |
|---|---|
| Kinderturnstiftung Baden-Württemberg | Unterstützt Familien, Kitas, Grundschulen und Kommunen bei der Förderung von Bewegungsfreude und -kompetenz bei Kindern. |
| Deutscher Olympischer Sportbund | Bietet Informationen und Anregungen rund um das Thema „Familien in Bewegung“. |
Ziel dieser Praxisprojekte zur Bewegungsförderung und bewegungsfördernden Initiativen für Familien ist es, den Kindern positive Bewegungserfahrungen zu vermitteln und ihre Persönlichkeitsentwicklung sowie ihren Bewegungsdrang zu unterstützen. Damit werden Beispiele guter Bewegungsförderung und Modelle aktiver Familienförderung geschaffen.
Herausforderungen und Chancen
Die Corona-Pandemie hat den Bewegungsmangel bei Kindern weiter verschärft. Studien [131, 227] zeigen jedoch, dass die Unterstützung und Ermutigung durch Eltern eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie aktiv ihre Kinder sind. Nationale Bewegungsempfehlungen [146, 147] heben daher die zentrale Vorbildfunktion der Eltern hervor.
Gleichzeitig bietet die aktuelle Situation auch Chancen: Bestehende Netzwerke zwischen Familien, Kitas, Schulen und Kommunen können sich vergrößern. Auf Basis von Best-Practice-Beispielen können neue, zukunftsfähige Konzepte zur Bewegungsförderung in Familien entstehen.
Entscheidend ist, dass Eltern ihre Vorbildfunktion wahrnehmen, Kitas und Schulen ein bewegungsfreundliches Umfeld schaffen und Kommunen ausreichend Bewegungsräume bereitstellen. Nur so kann der Alltag von Kindern insgesamt bewegungsfreundlicher werden und die Potenziale aktiver Familienförderung voll ausgeschöpft werden.
„Bewegung im Kindesalter legt den Grundstein für eine lebenslang aktive Lebensweise und ist wichtig für die Gesundheit und Entwicklung.“
Die Zukunftsaussichten der Kinderbewegung sind vielversprechend, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und gemeinsam die Herausforderungen Bewegungsförderung Kinder angehen. Denn nur so können wir die Chancen Bewegungsförderung Familien voll ausschöpfen.
Fazit
Zusammengefasst kommt den Eltern eine Schlüsselrolle in der Bewegungsförderung ihrer Kinder zu. Als wichtige Vorbilder beeinflussen sie maßgeblich das Bewegungsverhalten ihrer Kinder. Um Kinder effektiv zur Bewegung zu motivieren, ist es daher entscheidend, dass Eltern selbst körperlich aktiv sind und ihre Kinder aktiv in Bewegungsaktivitäten einbinden.
Neben den Eltern spielen auch Kitas, Schulen und Kommunen eine wichtige Rolle, indem sie ein bewegungsfreundliches Umfeld schaffen. Nur durch das Zusammenwirken aller Akteure kann es gelingen, den Bewegungsalltag von Kindern nachhaltig zu verbessern. Dies ist von großer Bedeutung, da Bewegung nicht nur die körperliche und motorische, sondern auch die kognitive Entwicklung von Kindern fördert.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Förderung kindlicher Bewegung eine zentrale Aufgabe für alle Verantwortlichen ist. Nur wenn Eltern, Bildungseinrichtungen und Kommunen an einem Strang ziehen, können Kinder optimal in ihrer Entwicklung unterstützt werden. Dies ist die Grundlage, um Kinder dabei zu unterstützen, ein gesundes und aktives Leben zu führen.
FAQ
Welche Rolle spielen Eltern in der Bewegungsförderung ihrer Kinder?
Laut Studien kommt den Eltern eine Schlüsselrolle in der Bewegungsförderung ihrer Kinder zu. Sie dienen als wichtige Vorbilder und beeinflussen maßgeblich das Bewegungsverhalten ihrer Kinder. Kinder, deren Eltern selbst wenig aktiv sind, zeigen mit größerer Wahrscheinlichkeit ebenfalls einen inaktiven Lebensstil. Um Kinder effektiv zur Bewegung zu motivieren, ist es daher entscheidend, dass Eltern selbst körperlich aktiv sind und ihre Kinder aktiv in Bewegungsaktivitäten einbinden.
Welche gesundheitlichen Vorteile bringt Bewegung für Kinder?
Körperliche Aktivität trägt zum Wohlbefinden des Kindes bei und hat zahlreiche positive Wirkungen: Stress wird abgebaut, ein positives Selbstkonzept gefördert, emotionale Stabilität erreicht und Übergewicht vorgebeugt. Bewegung fördert zudem die motorische und kognitive Entwicklung des Kindes. Je mehr sich Kinder bewegen, desto bessere Fortschritte machen sie in ihrer motorischen Entwicklung und umso leichter fällt ihnen auch das Lernen.
Welche Bewegungsempfehlungen gibt es für Kinder und Jugendliche?
Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene gibt es Bewegungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche. Die Kernempfehlungen sind: Säuglinge und Kleinkinder sollen sich so viel wie möglich bewegen, Kindergartenkinder mindestens 180 Minuten pro Tag und Schulkinder sowie Jugendliche mindestens 60 bis 90 Minuten pro Tag.
Wie viele Kinder und Jugendliche erfüllen die Bewegungsempfehlungen?
Laut Studien erfüllen jedoch nur 46 Prozent der 4- bis 5-Jährigen und nur 15 Prozent der 11- bis 17-Jährigen diese Vorgaben. Dabei zeigen sich deutliche Geschlechtsunterschiede, mit einem geringeren Aktivitätsniveau bei Mädchen.
Welche Daten gibt es zum Bewegungsverhalten von Kindern in Deutschland?
In Deutschland existieren bereits Studien, die das Bewegungsverhalten von älteren Kindern und Jugendlichen (ab einem Alter von 6 Jahren) erfassen. Für Säuglinge und Kleinkinder liegen bislang jedoch noch keine Daten vor. Die vorhandenen Studien zeigen, dass mit zunehmendem Alter ein immer geringerer Anteil der Kinder die Bewegungsempfehlungen erfüllt. Zudem bewegen sich Mädchen deutlich weniger als Jungen.
Wie können Eltern ihre Kinder zur Bewegung motivieren?
Eltern dienen als wichtige Vorbilder und beeinflussen maßgeblich das Bewegungsverhalten ihrer Kinder. Um Kinder effektiv zur Bewegung zu motivieren, ist es daher entscheidend, dass Eltern selbst körperlich aktiv sind und ihre Kinder aktiv in Bewegungsaktivitäten einbinden.
Welche Empfehlungen gibt es für die Bewegungsförderung im Familienumfeld?
Nationale und internationale Empfehlungen zur Bewegungsförderung bei Kindern und Jugendlichen umfassen auch Maßnahmen im familiären Umfeld. Dazu gehören die Information zukünftiger Eltern und junger Familien über die Bedeutung von Bewegung, der erleichterte Zugang zu Bewegungsangeboten für Schwangere und Eltern kleiner Kinder sowie die Implementierung von Programmen, die das aktive Spielen der Kinder in der Familie unterstützen.
Welche Bewegungsräume und -möglichkeiten gibt es für Familien?
Kommunen können Bewegung in Familien fördern, indem sie ein bewegungsfreundliches Wohnumfeld schaffen – mit sicheren Geh- und Fahrradwegen, kindgerechten Spielplätzen und Parks. Zudem sollten Kommunen ausreichend Bewegungsflächen für Kinder und Jugendliche bereitstellen, insbesondere in Großstädten. Auch die Öffnung von Sportstätten und Schulhöfen außerhalb der Nutzungszeiten kann Familien mehr Bewegungsräume bieten.
Welche Praxisbeispiele und Initiativen zur Bewegungsförderung gibt es?
Es gibt bereits zahlreiche Praxisbeispiele und Initiativen zur Förderung der Bewegung von Kindern und Familien. Die Kinderturnstiftung Baden-Württemberg beispielsweise unterstützt mit ihren Projekten Familien, Kitas, Grundschulen und Kommunen dabei, die Bewegungsfreude und -kompetenz von Kindern zu stärken. Auch der Deutsche Olympische Sportbund bietet Informationen rund um Familien in Bewegung.
Welche Herausforderungen und Chancen gibt es in der Bewegungsförderung von Kindern?
Die Corona-Pandemie hat die Lebenswelt von Kindern stark verändert und den Bewegungsmangel weiter verschärft. Gleichzeitig bietet die aktuelle Situation aber auch Chancen: Bestehende Netzwerke können sich vergrößern und auf Basis von Best-Practice-Beispielen neue, zukunftsfähige Konzepte zur Bewegungsförderung in Familien entstehen.
Quellenverweise
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- https://bewegterlebensstart.ch/fuer-eltern/
- https://www.kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/bildungsbereiche-erziehungsfelder/bewegungserziehung-psychomotorik/bewegung-ist-lernen-lernen-ist-bewegung/
- https://www.prokita-portal.de/gesundheit-kinder-foerdern/bewegung-kindergarten/
- https://www.elternsein.info/alltag-mit-kind/gesundheit/bewegung-warum-ist-sie-so-wichtig-fuer-babys-und-kleinkinder/
- https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Praevention/Berichte/BMG_Bestandsaufnahme_Bewegung_Kinder_und_Jugendliche_Langversion_bf.pdf
- https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Praevention/Berichte/BMG_Bestandsaufnahme_Bewegung_Kinder_und_Jugendliche_Kurzversion_bf.pdf
- https://www.bodenseekreis.de/fileadmin/01_soziales_gesundheit/gesundheit/downloads/gesundheitsfoerderung/br_leitfaden_bewegungsfreundl_kindergarten.pdf
- https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:ee77bb98-f9fd-4362-ab79-3c5b3572439d/HBSC_2018_FS_05_-_Bewegung.pdf
- https://www.paprica.ch/wp-content/uploads/297x210_Manuel_PAPRICA_2022_DE_web.pdf
- https://www.who.int/europe/de/news/item/16-12-2020-who-study-finds-country-differences-in-physical-activity-screen-time-and-sleep-habits-of-children
- https://www.kinderturnstiftung-bw.de/aktuelles/aktive-eltern-aktive-kinder/
- https://fis.dshs-koeln.de/de/publications/bewegungsförderung-im-familienalltag-untersuchung-zu-den-familiär
- https://link.springer.com/article/10.1007/s43594-022-00080-x
- https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Praevention/Broschueren/Broschuere_Nationales_Gesundheitsziel_-_Gesund_aufwachsen_Lebenskompetenz__Bewegung__Ernaehrung.pdf
- https://blog.eibe.de/bewegungsraeume/
- https://www.leipzig.de/jugend-familie-und-soziales/gesundheit/kindergesundheit/bewegung
- https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Adipositas_Monitoring/Verhaeltnisse/HTML_Themenblatt_Kommune_Bewegungsraeume_Erreichbarkeit.html
- https://www.prokita-portal.de/bildungsbereiche-entwicklungsziele-kita/bewegungsicherheit-kinder-foerdern/
- https://www.enfancejeunesse.lu/wp-content/uploads/2021/07/Kinder-in-Bewegung.pdf
- https://www.gesund-ins-leben.de/fuer-fachkreise/ernaehrung-und-bewegung-fuer-kleinkinder/handlungsempfehlungen/koerperliche-aktivitaet/unterstuetzung-der-koerperlichen-aktivitaet/
- https://link.springer.com/article/10.1007/s43594-020-00021-6
- https://www.kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/kita-politik/bildungspolitik/aktuelle-herausforderungen-in-der-kita-gemeinsam-meistern/
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- https://www.kinderschutz.at/post/bewegung-ist-leben-wie-eltern-ihre-kinder-positiv-fördern-können
- https://www.bpb.de/themen/bildung/dossier-bildung/545753/wie-bewegung-die-entwicklung-das-lernen-und-die-bildung-von-kindern-beeinflusst/
