Wer Kinder hat und in Teilzeit arbeitet, kennt die Rechnung. Dreißig Stunden bringen ungefähr dreißig Stunden Gehalt, die Fixkosten bleiben aber gleich hoch. Dazu kommt eine Rentenlücke, über die man lieber nicht nachdenkt, weil sich ohnehin nichts daran ändern lässt, solange die Kinder klein sind.
Der übliche Rat lautet, wieder aufzustocken, sobald es geht. In der Praxis scheitert das an Betreuungszeiten, Ferien und Krankheitstagen. Deshalb suchen viele Eltern nach etwas, das sich in die Lücken legen lässt statt in einen festen Dienstplan. Eine der Möglichkeiten, über die dabei häufiger gesprochen wird, ist der nebenberufliche Einstieg in die digitale Beratung, begleitet vom Coaching Lebensmodell.
Was das Programm macht
Das Angebot richtet sich an Menschen zwischen 30 und 60 Jahren ohne technischen Hintergrund. Genannt werden ausdrücklich Pflegekräfte, Bürokräfte und Beschäftigte aus dem Einzelhandel, also Berufe, in denen viele Mütter und Väter arbeiten.
Hinter dem Programm steht Lukas Fischer, der seit über zwölf Jahren in der strukturierten Beratung tätig ist und seit 2021 Quereinsteiger begleitet. Über 1.400 Menschen haben es inzwischen durchlaufen. Über seine Arbeit haben das Unternehmer Journal, das Consulting Magazin und das Gewinner Magazin berichtet. Er ist außerdem bekannt aus dem Merkur, der beschrieben hat, wie er Quereinsteigern den Weg in den digitalen Vertrieb erleichtert.
Der Ablauf besteht aus vier Phasen. Zuerst eine Analyse der Voraussetzungen, dann eine begleitete Einarbeitung über sechs bis acht Wochen, danach erste Gespräche mit direkter Rückmeldung und zuletzt die eigenständige Tätigkeit. Die Begleitung findet im Einzelgespräch statt, nicht über eine Lernplattform.
Der Punkt, an dem es für Eltern spannend wird
Die Tätigkeit findet von zu Hause statt und braucht keinen festen Dienstplan. Das klingt zunächst nach der perfekten Lösung für Familien, und genau hier lohnt eine nüchterne Betrachtung.
Ortsunabhängig heißt nicht zeitunabhängig. Ein Beratungsgespräch dauert seine Zeit und lässt sich nicht unterbrechen, weil jemand ein Glas Wasser will. Man braucht ein Zeitfenster von einer Stunde, in dem niemand hereinkommt. Bei kleinen Kindern liegt dieses Fenster am Abend, bei Schulkindern manchmal auch am Vormittag.
Was das im Alltag bedeutet, beschreibt ein Teilnehmer in einem ausführlichen Erfahrungsbericht zu lebens-modell.de. Er schildert auch die Wochen, in denen nichts vorangegangen ist. Für Eltern sind das die wichtigsten Absätze, weil solche Wochen bei kleinen Kindern eher die Regel als die Ausnahme sind.
Wenn der Kalender nicht mitspielt
Viele Eltern arbeiten im Schichtdienst, in der Pflege, im Handel oder in der Produktion. Feste Termine am Abend sind dort keine Selbstverständlichkeit.
Ein Erfahrungsbericht widmet sich genau dieser Lage und zeigt, wie Markus T. neben dem Schichtdienst ein realistisches zweites Standbein fand. Der Text beschönigt nichts und macht deutlich, dass der Aufbau nicht gleichmäßig verläuft. Wer das vorher weiß, gerät bei der ersten Durststrecke nicht in Panik.
Was die Tätigkeit tatsächlich verlangt
Digitale Beratung besteht aus Gesprächen. Man klärt die Ausgangslage einer Person, stellt Fragen, ordnet ein und gibt eine Empfehlung. Wer Kinder hat, bringt dafür eine unterschätzte Vorerfahrung mit: Geduld und die Fähigkeit, zuzuhören, ohne sofort eine Lösung hinzuwerfen. Genau daran scheitern viele Anfänger, weil sie zu schnell erklären wollen.
Der Zeitaufwand in den ersten acht Wochen liegt bei mehreren Stunden pro Woche. Bei Eltern heißt das in der Regel: nach dem Zubettbringen. Das ist machbar, aber nicht jede Woche gleich gut. Wer im Winter mit Kita-Infekten rechnet, sollte den Zeitraum von vornherein großzügiger ansetzen als der Anbieter.
Die ersten eigenen Gespräche laufen bei fast allen unrund. Man redet zu viel und fragt zu wenig. Das ändert sich durch Wiederholung und durch jemanden, der zuhört und danach konkret benennt, was zu tun ist. Wer damit rechnet, dass die ersten Wochen unangenehm sind, hält länger durch als jemand, der sofort Erfolge erwartet.
Skepsis ist berechtigt
Rund um das Thema Nebenverdienst für Eltern tummeln sich seit Jahren Anbieter, die mit flexibler Zeiteinteilung werben und am Ende Produkte im Bekanntenkreis verkaufen lassen. Wer Kinder hat und wenig Zeit, kann sich einen Fehlgriff schlecht leisten.
Deshalb ist der Bericht eines Teilnehmers hilfreich, der mit dieser Skepsis gestartet ist. Unter dem Titel Lebensmodell Erfahrungen: warum ein überzeugter Skeptiker seine Meinung änderte beschreibt er seinen Prüfweg. Er nennt seine Bedenken und sagt, welche sich bestätigt haben.
Ein Kritikpunkt bleibt: Preise stehen nicht auf der Website. Der Anbieter begründet das mit dem individuellen Betreuungsumfang, der im kostenlosen Vorgespräch geklärt wird. Gerade Familien sollten hier hartnäckig sein und Gesamtkosten, Ratenzahlung und Laufzeit klar erfragen. Wer eine eindeutige Antwort bekommt, kann sie mit dem Haushaltsbudget abgleichen. Wer keine bekommt, hat genug erfahren.
Was nach einem halben Jahr davon bleibt
Die erste Begeisterung hilft bei der Einschätzung wenig. Interessanter ist die Bilanz nach sechs Monaten, und dazu gibt es einen Test mit Ergebnissen nach sechs Monaten, der auch benennt, in welchen Fällen sich der Aufwand nicht gelohnt hat.
Für Eltern ist diese Ehrlichkeit wichtiger als für andere Zielgruppen. Wer neben Vollzeitfamilie und Teilzeitjob noch etwas aufbauen will, hat keine Reserven für Experimente. Die Frage, ob die verfügbare Zeit tatsächlich reicht, sollte im Vorgespräch ehrlich beantwortet werden, auch wenn die Antwort unbequem ist.
Vor dem Start zu klären
Zwei praktische Dinge gehören erledigt, bevor es losgeht. Der Blick in den Arbeitsvertrag, weil viele Arbeitgeber die Anzeige einer Nebentätigkeit verlangen. Und die Frage, wie sich zusätzliche Einkünfte auf Elterngeld, Kinderzuschlag oder andere Leistungen auswirken. Das ist keine große Sache, sollte aber vorher geklärt sein und nicht im Nachhinein zu einer Rückforderung führen.
Dazu kommt eine Absprache in der Familie. Wer zwei Abende pro Woche für die Einarbeitung braucht, muss das mit dem Partner oder der Partnerin besprechen, sonst wird aus dem Projekt schnell ein Konfliktthema. Erfahrungsgemäß entscheidet diese Absprache mehr über den Erfolg als jede fachliche Voraussetzung.
Eine realistische Einordnung
Ein zweites Standbein löst die Rentenlücke nicht und ersetzt keine Vollzeitstelle. Es kann dafür sorgen, dass ein Haushalt nicht vollständig von einem Gehalt abhängt, und es kann eine Perspektive für die Jahre schaffen, in denen die Kinder größer werden.
Wer prüfen möchte, ob das zur eigenen Familiensituation passt, kann das kostenlose Vorgespräch bei Lebensmodell nutzen. Sinnvoll ist es, vorher die Erfahrungsberichte zu lesen und mit einer ehrlichen Aufstellung der eigenen freien Stunden hineinzugehen. Alles andere kostet nur Zeit, die ohnehin knapp ist.
