Konfirmation planen: Zeitplan 2027 von der Anmeldung bis zur Feier

Konfirmation planen: Zeitplan 2027 von der Anmeldung bis zur Feier

Eine Konfirmation braucht mehr Vorlauf, als viele Eltern denken. Angemeldet wird meist zur 7. Klasse, konfirmiert mit etwa 14 Jahren kurz vor oder nach Ostern. Für das Fest rät die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Termin, Gästeliste und Lokal neun Monate vorher zu klären und die Einladungen zwei bis sechs Monate vorher zu verschicken.

Für die Konfirmation im Frühjahr 2027 heißt das: Wer bis jetzt nur den Termin kennt, sollte sich in diesen Wochen um das Lokal kümmern. Die EKHN warnt, dass in der Umgebung oft viele Konfirmationsfeiern am selben Tag stattfinden. Gaststätten mit Saal sind dann schnell vergeben. Danach folgt die Einladung, und die macht vielen Konfirmanden mehr Spaß als jede Sitzordnung.

Die Karte suchen Sie am besten gemeinsam mit Ihrem Kind aus, denn es ist sein Fest. Bei Wunderkarten lassen sich Einladungen zur Konfirmation mit eigenem Foto und Text gestalten, mit schlichten Motiven oder christlichen Symbolen wie Kreuz, Taube und Fisch. Wer unsicher ist, wie Papier und Druck wirken, kann sich vorab bis zu drei Musterkarten kostenlos schicken lassen.

Wann ist die Konfirmation 2027?

Den genauen Tag legt Ihre Kirchengemeinde fest, nicht die Familie. Nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) findet die Konfirmation in der Regel in einem Gemeindegottesdienst kurz vor oder nach Ostern statt. Im kommenden Jahr fallen die wichtigen Sonntage so:

  • Palmsonntag: 21. März 2027
  • Ostersonntag: 28. März 2027
  • Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti): 4. April 2027
  • Pfingstsonntag: 16. Mai 2027

Die EKHN schreibt, dass sich viele Familien nach Ostern auf die Konfirmation freuen. Ob es bei Ihnen Anfang April oder erst im Mai so weit ist, weiß nur das Pfarramt. Fragen Sie deshalb nach Datum und Uhrzeit, bevor Sie irgendetwas buchen. Erst mit der Uhrzeit wissen Sie, ob Ihre Gäste zum Mittagessen oder zum Kaffee kommen.

Anmeldung und Konfirmandenzeit: Was die Gemeinde erwartet

Laut der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) werden Kinder in der Regel angemeldet, wenn sie in die 7. Klasse kommen. Die Konfirmandenarbeit beginnt nach den Sommerferien. Angemeldet wird im Gemeindebüro, die Termine stehen meist im Gemeindebrief oder kommen per Rundbrief. Wie lange die Konfirmandenzeit dauert, regelt jede Gemeinde selbst. Die EKD nennt als typischen Zeitraum zwei Jahre, die Checkliste der EKHN spricht vom Konfirmandenjahr. Manche Gemeinden treffen sich wöchentlich, andere arbeiten mit Wochenenden und Freizeiten.

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Ein paar Fragen tauchen bei der Anmeldung fast immer auf:

  • Muss das Kind getauft sein? Für die Anmeldung nicht. Ungetaufte Jugendliche nehmen am Unterricht teil und werden während der Konfirmandenzeit oder kurz vor der Konfirmation getauft. Die EKHN empfiehlt, das rund 15 Monate vor der Konfirmation zu klären.
  • Kostet der Unterricht etwas? Die Konfirmandenarbeit ist laut EKBO grundsätzlich kostenfrei. Für Freizeiten und Ausflüge bitten Gemeinden meist um eine Eigenbeteiligung.
  • Müssen die Eltern Kirchenmitglied sein? Nein. Laut EKBO können auch Kinder von Eltern ohne evangelische Kirchenmitgliedschaft konfirmiert werden.

Dass die Konfirmation um das 14. Lebensjahr liegt, hat einen rechtlichen Hintergrund. Nach § 5 des Gesetzes über die religiöse Kindererziehung entscheidet ein Kind ab 14 selbst, welchem Bekenntnis es angehören will. Schon ab 12 darf es nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden. Ohne das Ja Ihres Kindes geht es also nicht, denn bei der Konfirmation bekennt es sich selbst zu seinem Glauben.

Vor dem großen Tag steht in vielen Gemeinden ein Vorstellungsgottesdienst, den die Jugendlichen selbst gestalten. Die EKD beschreibt ihn als häufigen Ersatz für die frühere Prüfung. Meist sucht sich das Kind auch einen Konfirmationsspruch aus, einen Bibelvers, der im Gottesdienst bei der Einsegnung vorgelesen wird. Wer konfirmiert ist, darf selbstständig am Abendmahl teilnehmen und ein Patenamt übernehmen.

Der Zeitplan: Was wann zu erledigen ist

Die folgende Tabelle folgt der Checkliste der EKHN und rechnet sie auf einen Beispieltermin um, den 25. April 2027. Liegt Ihre Konfirmation früher oder später, verschieben Sie die Monate entsprechend.

Zeitpunkt Beispiel für den 25.04.2027 Was ansteht
15 Monate vorher Januar 2026 Taufe prüfen, Anmeldetermin bei der Gemeinde klären
9 Monate vorher Juli 2026 Tag und Uhrzeit erfragen, Gästeliste und Budget aufstellen, Lokal reservieren, Unterkünfte für Gäste von weiter weg anfragen
6 bis 2 Monate vorher Ende Oktober 2026 bis Ende Februar 2027 Tagesablauf und Essen planen, Einladungen verschicken, bei der Feier zu Hause Tische, Stühle und Geschirr leihen, Konfirmationsspruch aussuchen
1 bis 2 Monate vorher Ende Februar bis Ende März 2027 Kleidung kaufen, Dekoration und Tischkarten, Torte bestellen, Fotografen festlegen, Aufgaben in der Familie verteilen
1 bis 2 Wochen vorher 11. bis 18. April 2027 Vorstellungsgottesdienst besuchen, Kleidung anprobieren, Sitzordnung festlegen, letzte Absprachen mit Lokal oder Caterer
1 bis 2 Tage vorher 23. und 24. April 2027 Tische decken, Geschenktisch aufstellen, Technik testen, Speisen vorbereiten
Nach dem Fest ab Mai 2027 Dankeskarten verschicken, Rechnungen prüfen, Fotos sammeln
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Die EKHN erinnert in ihrer Checkliste an einen Punkt, den man leicht übersieht: Barrierefreiheit. Wenn Großeltern mit Rollator oder Rollstuhl kommen, lohnt ein Blick auf Stufen im Lokal und auf Parkplätze in Kirchennähe.

Wann gehen die Einladungen raus, und was steht drauf?

Die EKHN setzt den Versand zwischen sechs und zwei Monaten vor dem Fest an. Wer Gäste mit langer Anreise oder Schichtdienst einlädt, schickt die Karten eher früh. Bei einer Feier Ende April passt Januar gut: Weihnachten ist vorbei, und bis zum Fest bleibt genug Zeit für Zusagen. Planen Sie beim Versand einen Puffer ein. Seit Anfang 2025 muss die Deutsche Post laut Verbraucherzentrale Niedersachsen 95 Prozent der Briefe erst bis zum dritten Werktag nach dem Einwurf zustellen, 99 Prozent bis zum vierten.

Auf eine Einladung zur Konfirmation gehören:

  1. Name des Konfirmanden oder der Konfirmandin
  2. Datum und Uhrzeit des Gottesdienstes, Name und Adresse der Kirche
  3. Ort und Beginn der Feier, falls sie woanders stattfindet
  4. ein Datum für die Rückmeldung, am besten einige Wochen vor dem Fest
  5. Telefonnummer oder E-Mail-Adresse für Zu- und Absagen

Das Rückmeldedatum sollten Sie nicht zu knapp setzen. Die letzten Absprachen mit Lokal oder Caterer setzt die EKHN ein bis zwei Wochen vor dem Fest an, und ein paar Gäste melden sich erst nach einer freundlichen Nachfrage. Ein Konfirmationsspruch oder ein Foto vom Kind macht die Karte persönlicher. Ob Sie nach dem Fest mit Dankeskarten, einer Sammelanzeige oder digital Danke sagen, besprechen Sie am besten schon jetzt mit Ihrem Kind.

Typische Stolpersteine und wie Sie sie vermeiden

Viele Pannen rund um die Konfirmation haben mit Zeit zu tun. Diese Punkte sollten Sie im Blick behalten:

  • Einladung vor dem festen Termin. Verschicken Sie keine Karten, solange die Gemeinde Datum und Uhrzeit nicht bestätigt hat. Ein Druckfehler bei der Uhrzeit ist ärgerlicher als eine Woche Warten.
  • Fotografieren in der Kirche. Ob im Gottesdienst fotografiert oder gefilmt werden darf, regelt laut EKBO jede Gemeinde selbst. Oft übernimmt eine Person die Fotos für alle, oder es gibt nach dem Gottesdienst Zeit für Bilder am Altar. Fragen Sie vorher nach.
  • Der Vorstellungsgottesdienst. Er liegt meist kurz vor der Konfirmation, in der Checkliste der EKHN steht er ein bis zwei Wochen vorher. Die Familie sitzt dabei in der Kirche, also gehört der Termin früh in den Kalender.
  • Der Montag danach. Ob Konfirmanden am Tag nach dem Fest vom Unterricht befreit werden können, richtet sich nach dem Schulrecht des Bundeslandes. Am einfachsten klärt das eine Nachfrage im Schulsekretariat.
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Häufige Fragen zur Konfirmationsplanung

Wie lange vor der Konfirmation lädt man ein?

Die EKHN empfiehlt den Versand zwei bis sechs Monate vorher. Für eine Feier im April 2027 sind Karten im Januar oder Februar gut im Zeitplan.

Was passiert, wenn sich ein Kind nicht konfirmieren lässt?

Ein getauftes Kind bleibt Mitglied der evangelischen Kirche, denn die Mitgliedschaft beginnt mit der Taufe. Ein Patenamt kann es ohne Konfirmation laut EKD aber in der Regel nicht übernehmen. Wer es sich später anders überlegt, kann die Konfirmation auch als Erwachsener nachholen. Eine Altersgrenze gibt es nicht.

Ab wann darf das Kind selbst entscheiden?

Mit 14 Jahren entscheidet es allein über sein Bekenntnis, so steht es in § 5 des Gesetzes über die religiöse Kindererziehung. Was das mit 14 sonst noch bedeutet, etwa beim Religionsunterricht, erklärt ein Beitrag zur Konfirmation in Westfalen.

Ein guter erster Schritt für diese Woche: Rufen Sie im Gemeindebüro an und lassen Sie sich Datum und Uhrzeit der Konfirmation 2027 bestätigen. Mit diesen beiden Angaben können Sie das Lokal buchen und die Einladung gestalten. Alles andere ergibt sich aus der Tabelle oben.